Eine Partnerschaft, die Leben rettet

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Die Lage in Darfur/Sudan, die lange Zeit mehr oder weniger ignoriert wurde und in den Medien kaum Beachtung fand, kommt jetzt regelmäßig in die Schlagzeilen. In dieser fortdauernden, komplexen Notsituation reagieren wir als katholische, protestantische und orthodoxe Kirchen gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen auf die immensen humanitären Bedürfnisse vor Ort.

Seit nunmehr fast vier Jahren setzen sich ACT-International (Kirchen helfen gemeinsam) und Caritas Internationalis im Rahmen ihrer im Juli 2004 vereinbarten Partnerschaft gemeinsam dafür ein, Familien zu stärken und ihnen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, Partnerschaften mit Gemeinschaften einzugehen und die Lebensbedingungen von Menschen in der Krisenregion zu verbessern.

Obwohl die Nachrichten, die aus Darfur zu uns kommen, selten gut sind und obwohl wir uns bewusst sind, wie tief die gegenwärtige politische und humanitäre Krise ist, versuchen wir als ACT-Caritas dennoch, inmitten all der Verzweiflung eine Stimme der Hoffnung zu sein, inmitten größter Schwierigkeiten Chancen zu sehen und inmitten von Tod das Leben zu verkünden.

Achtung der Menschenwürde

Als humanitäre Hilfsorganisation in Darfur, die die große Mehrheit der katholischen, protestantischen und orthodoxen Kirchen und Organisationen aus aller Welt vertritt, fühlen wir uns zutiefst der Achtung der allen Menschen innewohnenden Menschenwürde verpflichtet. In diesem Sinne gilt unser Engagement allen Menschen, ungeachtet ihrer Religion, ihrer Rasse, ihres Geschlechts oder ihrer ethnischen Zugehörigkeit. Und wenn wir auch die zentrale Rolle anerkennen, die der Ermittlung von Notlagen und der Befriedigung unmittelbarer menschlicher Bedürfnisse in unserer Arbeit zukommt, so besteht ein anderer entscheidender Aspekt unseres Hilfsprogramms darin, die wertvollen Gaben, die Gemeinschaften in einer Krisensituation selbst einbringen können, zu erkennen: Bewältigungsmechanismen und Überlebensstrategien, Fähigkeiten und Stärken, Lebenserfahrung und Wissen, Ausdauer und Mut.

Stärkung der Gemeinschaften

Mit der Unterstützung unserer Mitgliedsorganisationen und ihrer Geber aus aller Welt hat sich das Engagement von ACT-Caritas zu einem der größten humanitären Programme in Süd- und West-Darfur entwickelt, das seine Fähigkeit unter Beweis gestellt hat, in einer fortdauernden, komplexen Notsituation langfristige Hilfe zu leisten. 2008 helfen wir mit unserer Arbeit in den folgenden sechs Bereichen mehr als 250.000 Menschen:

Wir helfen sowohl Menschen, die durch den Konflikt in Darfur vertrieben worden sind, als auch den Gemeinschaften, die sie aufnehmen und deren eigene Versorgungslage sich dadurch verschlechtert hat. Im Sudan selbst wird ACT-Caritas rechtlich durch das federführende ACT-Mitglied Norwegian Church Aid (NCA) vertreten. Das federführende Caritas-Mitglied ist die Catholic Agency for Overseas Development (CAFOD) mit Sitz in Großbritannien.

Lokaler Kapazitätsaufbau

In unserer humanitären Nothilfe räumen wir auch dem Aufbau und der Stärkung der Kapazitäten unserer sudanesischen ACT- und Caritas-Mitglieder – des Sudanesischen Kirchenrates (SCC) und von Sudanaid – sowie unserer sudanesischen Partnerorganisation, der Sudan Social Development Organisation (SUDO), höchste Priorität ein.

Wir glauben, dass unser Erfolg sehr stark von unserer Fähigkeit abhängt, die Kapazitäten und organisatorischen Stärken unserer sudanesischen Mitglieder und Partner langfristig zu stärken, da sie mit der Lage vor Ort bestens vertraut sind, mit den Gemeinschaften, denen sie selbst angehören, enge und vertrauensvolle Beziehungen unterhalten und auch in Zukunft noch dort leben werden.

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